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29. April 2002

 "A CHORUS LINE"


"I was born on December 5, for thousand six hundred and forty-two. The Year of the chicken..."

..."Gypsies sind etwas Besonderes, denn wenn Du Dir ein Musical ansiehst und denkst: das ist aber toll, dann denkst Du nur an die Hauptszenen. Aber es sind die Tänzer, die die Spannung reinbringen. Die meisten Leute, die Hauptrollen spielen, tanzen nicht besonders viel."...

Gypsies...ein Gattungsbegriff, mit dem die Chortänzer sich selbst und ihren ruhelosen Lebensstil bezeichnen.

Für wenig Geld bis zu acht mal in der Woche auf der Bühne zu stehen, sich in stundenlangen Probetrainings körperlich bis an den Rand des Sauerstoffmangels zu katapultieren, neben hunderten anderer Tänzer ein gnadenloses Auswahlverfahren über sich ergehen zu lassen und zu bestehen um später in einem Ensemble gegen Doppelmoral, falsche Freunde und Karriere-Genickbrecher-Intrigen-Schauffler immun zu sein und sich seinen Platz in der "Line" zu sichern, monatelang fern von Familie, Freunden und Partnern durch Städte und Länder zu ziehen ist die Kehrseite einer Medaille, von der der Zuschauer im Normalfall nur die eine Seite sieht. Die strahlend glänzende, immerzu lächelnde, perfekt Vorführende. Showstar - was für ein beneidenswertes Leben. Showstar am Broadway - a dream comes true.

Dass dieses Leben nicht dem Glitter entspricht, von dem wir glauben, dass die Tänzer und Tänzerinnen pausenlos darin baden, zeigt das Erfolgsmusical "A Chorus Line".

Es muss nicht immer Glamour sein, dachte sich Choreograph und "Urvater" Michael Bennett. Die Wahrheit musste her. Die Wahrheit über Tänzer und einfach mal die Idee, diese in den Vordergrund zu rücken und nicht die Musik, die Story oder glitzernde Bühnendekoration. Tänzer mit ihrer Lebensgeschichte und Motivation, warum sie ausgerechnet ein Showstar werden wollten und was ihre Beweggründe dafür waren.

24 Tänzer wurden zu einem mitternächtlichen Training eingeladen. Anschliessend in einer workshopartigen Interviewrunde befragt, weshalb sie das taten, was sie taten. Ihre Enthüllungen, die weit tiefer gingen als nur die lapidare Antwort über Ruhmgeilheit oder Star-Tum, wurden auf Tonband aufgenommen, protokolliert und bildeten den Kern des künftigen Stückes.

"A Chorus Line" war somit das Endergebnis dieses Outing-Intermezzos.

Von einer ehemaligen "Anti-Produktion", die so gar nicht ins Bild und die Mentalität des amerikanischen Showlebens passte, mutierte "A Chorus Line" zum ultimativen Highlight der Musical- und Theatergeschichte. Das Musical der Musicals begeisterte nicht nur Kritiker, Show- und Filmstars, zeigte es das ansonsten meistens Verborgene und auf der Bühne perfekt Kaschierte. 6'137 Besucher in 15 Jahren Laufzeit wurden von "A Chorus Line" in den Bann gezogen.

130 Minuten "what's goin' on behind the scene" wurden am 24. April an der Premierenfeier im Musical Theater Basel von hervorragenden Tänzern und Tänzerinnen aus dem Chorus-Line-Ensemble mit ausgezeichneter schauspielerischer Leistung dargestellt.

Ein Musical, das zum Kultprogramm gehört, das aber getreu seinem Kern, sich von anderen Musicals zu unterscheiden, ein eher "ruhiges" Stück ist.

Show Infos
Vom 15. März 2002 bis 14. April 2002 ist A CHORUS LINE im Musical Theater in Basel zu sehen. Auf der Homepage des Veranstalters act entertainment finden Sie weitere Informationen über die Show sowie über den Ticketverkauf, Vorverkaufsstellen und die verschiedenen Sitzkategorien.

Helena Ugrenovic

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