Obwohl noch keine schriftliche Bewilligung vorliegt, wurde das Programm auf dem
Barfüsser- und Theaterplatz am Samstag bis 02:00 Uhr ausgeweitet. Neben weiteren
Open-air-Bühnen in der Basler Innenstadt wird erstmals auch das Foyer, das Nachtcafé
und die Kleine Bühne des Theaters Basel bespielt. In der Infrastruktur und der
Administration wurde gespart und noch mehr ins Programm investiert. So gibt es am
Jugendkulturfestival 2005 viele Highlights, von denen hier nur einige genannt werden
können:
Reggae Skaballeros mit Basler Lokalmatadoren
Rund 120 Bands aus dem Dreiland treten an den drei Tagen auf. Dass Basler Lokalmatadoren
auch nationale und internationale Ausstrahlung erreichen können, beweist
die Reggae-Dancehall-Formation The Scrucialists: sie konnte diesen Sommer als
Backing Band der jamaikanischen Überflieger Ward21 halb Europa bereisen. Am
Jugendkulturfestival treten die Scrucialists mit dem Zürcher Toaster Phenomden am
Freitag auf der Münsterbühne auf. Unter dem Motto «Reggae Skaballeros» werden
u.a. auch Kalles Kaviar und der Basler Newcomer Flajah B. für deepe Vibes sorgen.
«Minschter Beats & Freaks»: Hamburg rapt
The Denyos aus Hamburg treten erstmals und exklusiv in der Schweiz unter diesem
Namen auf. Dahinter verstecken sich Denyo, MC der deutschen HipHop-Band Beginner,
und deren DJ Mad samt Backing-Sängerinnen. The Denyos werden unter dem
Motto «Minschter Beats & Freaks» am Samstag auf dem Münsterplatz freshe Songs
von der im Oktober erscheinenden Platte «Denyo & The Denyos» spielen. Im Vorprogramm
treten u.a. die Crossroad Crew und Freakanoid aus Basel auf.
«Ai Daag in Basel»: Ein Rap Street Musical
Eine ganz besondere Reise ins HipHop-Land verspricht die 25köpfige Crew um den
Rapper Zitral und den DJ Mars Digital. Unter dem Titel «Ai Daag in Basel» ist eine
zweistündige Show vorbereitet worden, die die HipHop-Hauptstadt der Schweiz von
allen möglichen Seiten beleuchtet. Die Show am Freitagabend auf der Barfibühne mit
vielen Protagonisten, Gurus und Ikonen der Basler HipHop-Szene ist Jugendkultur
live und pur.
Jugendtheater live: Endstation Klassenzimmer
Erstmals sind Jugendtheater, Tanz und Fashion Schwerpunkte des Festivals. So haben
verschiedene Regisseurinnen und Regisseure mit Jugendtheatern Stücke erarbeitet.
Der Theaterkurs der AMS Muttenz zeigt eine 80minütige freie Adaption des Bühnenklassikers
«Der Klassenfeind» unter dem Titel «Klasse 10 F». Verbale und physische
Gewalt, Hoffnungslosigkeit, Sexismus und Ausländerfeindlichkeit werden von jugendlichen
SchauspielerInnen am Freitag auf der Kleinen Bühne des Theaters Basel als
Schulzimmer ohne Lehrer inszeniert: ein beklemmendes, reales Stück Jugendkultur.
Politischer Talk: Jugend, Politik, Raum und Szene
Jugendkultur wird nicht nur gelebt, sondern man kann auch darüber diskutieren.
Nachgedacht, geredet und gestritten wird auf drei Tage verteilt zu den Themen
Jugend und Politik, Jugend und Raum und Jugend und Szene. Fachpersonen leiten
mit einem Referat ein, gefolgt von einer Podiumsdiskussion. Nach den Podien stellen
sich Regierungsräte der beiden Basler Halbkantone und Behördenvertreter auf dem
Heissen Stuhl den kritischen Fragen der Jugendlichen. Dabei geht es nicht um das
Austauschen von Nettigkeiten, sondern um das Herausfiltern konkreter jugendkultureller
und jugendpolitischer Anliegen.
Alle Infos zum Festival auf einer Site
Die Website des Jugendkulturfestivals www.jkf.ch liefert dieses Jahr eine Fülle von
Informationen, Links und Bildern zu allen auftretenden Künstlerinnen und Künstlern.
Sie enthält das gesamte Programm und wird laufend upgedated. Auf der Site können
sich alle Interessierten für den Newsletter anmelden.
Programm Freitag
Programm Samstag
Programm Sonntag