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FC Basel - ZSKA Moskau 1:2 (1:0) - 31.10.2017
(Si) Der FCB hat die vorzeitige Achtelfinal-Qualifikation im vierten Champions-League-Spiel verpasst. Nach der Pausenführung durch Luca Zuffi dreht ZSKA Moskau auf und dreht die Partie noch zu seinen Gunsten.

Es waren zwei komplett verschiedene Halbzeiten, die die gut 33000 Zuschauer in Basel geboten bekamen. Nach den ersten 45 Minuten führte Basel verdient 1:0, in der zweiten Hälfte geriet man gegen die schlagartig erstarkten Russen mehrfach in Nöte. Beiden Gegentoren gingen Fehler von Marek Suchy voran. In der 65. Minute glich der eingewechselte Dsagojew Luca Zuffis Führungstreffer aus. In der 79. drehte der Schwede Pontus Wernbloom das Spiel komplett.

Anstatt sich frühzeitig das Achtelfinalticket zu sichern, sind für die Basler wieder zwei Szenarien möglich. Das drittplatzierte ZSKA ist nun punktgleich und hat das gleiche Restprogramm mit unterschiedlichem Heimvorteil. Bei Punktgleichheit nach Abschluss hätte Basel die Nase dank des 2:0-Sieges in Moskau vorne.

Dsajojew belebt das Spiel der Moskauer

Basel zeigte zwei Gesichter. Das schlechtere, das man sich zuvor für die Liga aufgespart hatte, manifestierte sich insbesondere in Suchys Fehlern. Vor dem 0:1 flutschte ihm ein Steilpass durch, das 0:2 leitete er mit einem groben Schnitzer bei einem Klärungsversuch ein. Zum einen lag der Umschwung zum Negativen am FC Basel selbst. Wesentlich zum Unheil trug indes auch Alan Dsagojew bei. «Das Herzstück der Moskauer», so hatte ihn FCB-Coach Raphael Wicky am Vortag betitelt, wurde nach der Halbzeit nach längerer Verletzungspause eingewechselt.

Mit ihm änderte sich die Physiognomie des Spiels um 180 Grad. Anlaufzeit benötige Dsagojew in seiner offensiven Rolle nicht. Schon nach wenigen Minuten auf dem Feld legte er den Ausgleich Pontus Wernbloom auf, der aber zunächst an Vaclik scheiterte und den Nachschuss verzog. Es waren die ersten Anzeichen der Moskauer Dominanz, die erst nach dem zweiten Treffer nachliess. Dabei schien Basel das Geschehen zunächst komplett im Griff zu haben. Der Führungstreffer nach einer halben Stunde hatte sich angebahnt, und hinten wurde es zunächst nie brenzlig.

Obwohl der Gegner zum Sieg verpflichtet war, begann dieser eher defensiv, machte zwar das Spiel, aber ohne Bereitschaft zu grösseren Risiken. Das Tor von Zuffi war schön herausgespielt nach einer Kombination über Steffen, Oberlin und Elyounoussi, an dessen Ende Zuffi den Ball im Nachschuss gefühlvoll über den herausgerückten Igor Akinfejew hob. Aber ein Tor, das zu wenig blieb wegen der umgekehrten Verhältnisse nach der Pause – aufgrund des eingewechselten Dsagojews.

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