

|
|
Filme in Kürze
Alvin and the Chipmunks: Chip-Wrecked |
 |
In ihrem dritten Abenteuer verschlägt es die Chipmunks und die Chipettes auf eine einsame Insel, wo sie mit den Tücken der Wildnis zurechtkommen müssen, diese aber mit viel Witz und noch mehr Gesang recht gut meistern. Derweil ist ihr Ziehvater Dave unterwegs, die Chipmunks zu retten. - Amüsantes Abenteuer mit viel Humor und einigen Song-Einlagen. Das ist niedlich, süß, ein bisschen kitschig, aber auch recht amüsant. (Im Kino Pathé Küchlin 7, fricks monti 1, Ali-Kinocenter 1, Kinopalast im Rhein Center ) |
|  |
Atmen |
 |
Der 19-jährige Häftling Roman (Thomas Schubert) wird bald entlassen. Um sich auf das neue Leben vorzubereiten, soll er schon jetzt einen Job antreten. Der wortkarge und verschlossene Jugendliche bewirbt sich ausgerechnet bei einem Bestattungsunternehmen. Gerade diese Auseinandersetzung mit den Toten scheint Roman aber zurück ins Leben zu bringen. - Dem Schauspieler Karl Markovics gelingt mit seinem Regiedebüt eine meisterliche Charakterstudie, in der er dank prägnanter Bildsprache und hervorragender Darsteller eindringlich die Befindlichkeit eines Jugendlichen und seine Entwicklung vermittelt. (Im Kino kult.kino camera 2) |
|  |
Bottled Life - Nestlés Geschäfte mit dem Wasser |
 |
Regisseur Urs Schnell packt mit dem früheren Kassensturz-Redaktor Res Gehriger ein Thema an, das Konsumenten in aller Welt betrifft: Wie wird aus billigem Wasser im Boden, teures Wasser in Flaschen? Der Marktführer Nestlé sollte dazu die Fakten liefern, weigerte sich aber. So zogen Schnell und Gehriger auf eigene Faust um den Globus und sammelten ein, was gegen dieses Geschäftsmodell im Allgemeinen und gegen Nestlé im Besonderen spricht. (Im Kino kult.kino camera 2) |
|  |
Carnage |
 |
Zwei Ehepaare treffen sich zum ungezwungenen Gespräch. Ihre Kinder haben sich gestritten, der eine dem anderen ein paar Zähne ausgeschlagen. Nun soll der Disput friedlich und ohne Anwälte beigelegt werden. Doch was so unschuldig beginnt, entwickelt sich zu einem verbalen Schlagabtausch, bei dem das Korsett der Zivilisation schnell abgestreift wird. Roman Polanskis sehr dynamische Verfilmung von Yasmina Rezas Theaterstück, die mit Jodie Foster, Kate Winslet, John C. Reilly und Christoph Waltz mit einem Ensemble aufwartet, das exzellenter kaum sein könnte. (Im Kino Ali-Kinocenter 2) |
|  |
Cave of Forgotten Dreams |
 |
Es ist ein grosses Glück, dass ausgerechnet Werner Herzog vom französischen Kulturminister den Auftrag erhielt, die Chauvet-Höhlen in Südfrankreich - nur wenige Tage im Jahr einer Handvoll Forschern geöffnet - einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen; man hatte im noch bekannteren Lascaux leidvoll erfahren müssen, wie schnell der menschliche Atem steinzeitliche Höhlenmalereien angreift. Herzog, der grosse Mystiker unter den Dokumentarfilmern, steigt nur mit einer Handkamera bewaffnet in das Dunkel der Chauvet-Höhlen und fördert nie gesehene Bilder zu Tage. (Im Kino Pathé Küchlin 7) |
|  |
Der Verdingbub |
 |
Markus Imboden, der Schweizer Regisseur, der hauptsächlich fürs ZDF arbeitet und kürzlich zu reden gab, als es mit seinem Tatort in Luzern nicht klappen wollte, schlägt ein schlimmes Kapitel der Geschichte seines Heimatlandes auf: Waisen und Kinder alleinstehender Mütter wurden als billige, rechtlose Arbeitskräfte missbraucht. Dass Katja Riemann eine Schweizerin mimt, ist dabei nicht die einzige Ungereimtheit. Dennoch ist dem Film wegen seines wichtigen Themas viel Publikum zu wünschen. (Im Kino kult.kino atelier 1, fricks monti 1, Palace 1) |
|  |
Die Kinder vom Napf |
 |
Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah? Die 1951 in Luzern geborene Schriftstellerin und Filmemacherin Alice Schmid erfüllte sich einen langgehegten Wunsch: Sie begleitete die Kinder der Bergbauern vom Napf 365 Tage lang mit Kamera und zeigt sie in der Schule Schule, bei der Arbeit und in der Freizeit. So entsteht ein Portrait einer noch Medial unbelasteten, in vieler Hinsicht idealn Kindheit. (Im Kino kult.kino atelier 2, Sputnik 1) |
|  |
Dolphin Tale |
 |
Die Delfindame Winter wird so schwer verletzt, dass ihr die Schwanzflosse amputiert werden muss. Doch sie gibt nicht auf, ebenso wenig wie ein Meeresbiologe und zwei Kinder, die schließlich einen Experten für Prothesen (Morgan Freeman) finden, der gewillt ist, dem Delfin zu helfen. - Schön gefilmter Film, der vor allem auf ein junges Publikum abzielt, aber auch Erwachsene überzeugen kann. (Im Kino Pathé Küchlin 8, Oris 1, Ali-Kinocenter 3) |
|  |
Dreiviertelmond |
 |
Grimme-Preisträger Christian Zübert erzählt von dem grantigen Taxifahrer Hartmut, der von seiner Frau verlassen wird, und sich urplötzlich um ein kleines türkisches Mädchen kümmern muss, das er in seinem Taxi findet. Elmar Wepper spielt die Hauptrolle in diesem klugen und glaubwürdigen Film, der immer ansprechend zwischen Humor und Drama hin und herpendelt. Ein sympathischer Film über Toleranz, die Unterschiede der Kulturen und darüber, wie ein Mann sein Leben neu bewertet. (Im Kino kult.kino camera 1) |
|  |
Drive |
 |
In Cannes wurde der Däne Nicolas Winding Refn mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet. Zu Recht, denn sein düsterer Thriller ist von einer unglaublichen atmosphärischen Dichte und geradezu perfekt inszeniert. Ryan Gosling spielt einen namenlosen Stuntfahrer, der nebenbei als Fahrer für Verbrecher arbeitet. Er freundet sich langsam mit seiner Nachbarin an, womit eine unglückliche Verkettung von Ereignissen beginnt - der Fahrer rutscht dadurch immer tiefer in eine Welt von Gewalt und Verbechen. (Im Kino Pathé Eldorado 1, Pathé Küchlin 2) |
|  |
Eine ganz heisse Nummer |
 |
Der kleine Lebensmittelladen dreier Frauen kann sich gegen die Konkurrenz der Supermärkte kaum halten. Um eine Schliessung zu verhindern, muss dringend Geld her. Im Telefonsex entdecken die Damen eine lukrative Einnahmequelle, doch im erzkatholischen Bayrischen Wald darf niemand vom Zweitjob der biederen Mitbürgerinnen erfahren. - Im Stil von Calendar Girls und Die Herbstzeitlosen verbindet Markus Goller in seinem sympathischen Feelgood-Movie stilsicher Witz mit Sozialkritik. (Im Kino rex 2, Ali-Kinocenter 3) |
|  |
Eine ruhige Jacke |
 |
Der 1982 geborene Ramòn Giger drehte sechs Jahre lang an seinem ersten Langfilm, der den im selben Jahr geborenen Autisten Roman Dick in einer wichtigen, punktuell dramatischen Phase seiner Entwicklung begleitet. Giger nutzte dabei das während seines Zivildienstes aufgebaute Vertrauenverhältnis, und es gelingen ihm tatsächlich einige einige extrem persönliche Szenen. Trotz seiner behutsamen Arbeitsweise drängt sich allerdings die Frage auf, ob eine behinderter Mensch so ausgestellt werden darf. (Im Kino kult.kino camera 2) |
|  |
Fitzcarraldo |
 |
Werner Herzogs Abenteuerfilm über einen Besessenen ist der Film eines Besessenen mit einem Besessenen: Klaus Kinski. Die vierte Zusammenarbeit der beiden aussergewöhnlichen Künstler ist vielleicht ihre Beste - "Fitzcarraldo" ist atemberaubend inszeniert und in jeder Hinsicht ein filmisches Abenteuer.
Fitzcarraldo, gespielt von Kisnki, ist von der Oper besessen. Er plant, in einem unberührten Gebiet des Amazonas ein Opernhaus zu bauen. Um diese Verrücktheit Wirklichkeit werden zu lassen, muss er erst zu Geld kommen. Und dafür muss er auch noch ein richtig grosses Schiff über einen Berg gebracht werden. (Im Kino Stadtkino Basel 1) |
|  |
Fünf Freunde |
 |
Das erste Kino-Abenteuer der "Fünf Freunde" kommt nicht aus Großbritannien, sondern aus Deutschland. Enid Blytons Kinder-Detektive machen gemeinsam Urlaub und finden heraus, dass jemand Georges Vater, einen Wissenschaftler, entführen will. Da ihnen niemand glauben will, suchen sie selbst nach dem Schuldigen. Etwas simpel konstruiertes Abenteuer, das aber für Kinder gut funktioniert. (Im Kino Pathé Küchlin 6, Cineplex 2, Kinopalast im Rhein Center ) |
|  |
Gatos viejos |
 |
Rosario hat es auf das Apartment ihrer Mutter abgesehen, die an Demenz leidet. Die alte Isidora wehrt sich und wird doch schwach, als sie von ihrer Tochter unter Druck gesetzt wird. Da kann auch ihr Partner Enrique nicht entscheidend helfen. Das dramatische Kammerspiel spielt in Santiago de Chile und überzeugt dank überragender Schauspiele - allen voran der 90-jährigen Bélgica Castro. (Im Kino kult.kino camera 1) |
|  |
Gerhard Richter - Painting |
 |
Dass der so erfolgsverwöhnte wie medienscheue Farbflächengestalter Gerhard Richter sich bei der Arbeit filmen ließ, kann als kleine Sensation gelten. Corinna Belz konnte in jahrelanger Zusammenarbeit ein Vertrauensverhältnis aufbauen, das mit einer Dokumentation der von Richter gestalteten Fenster im Kölner Dom ein erstes Resultat erbrachte und nun seine Fortsetzung fand. Die zugleich intimen und respektvollen Szenen des Schaffensprozesses bilden den Schwerpunkt ihres angenehm sachlichen Künstlerporträts, verlangen aber Geduld und Aufmerksamkeit. (Im Kino kult.kino camera 1) |
|  |
Glauser |
 |
Der Schweizer Schriftsteller Friedrich Glauser war ein Suchender, morphiumsüchtig und stets auf der Flucht - aus Kliniken und an neue Orte. Christoph Kühns Dokumentar-Experimentalfilm widmet sich ganz dem Inneren des Autors und versucht, dessen Ängste, Fühlen und Denken direkt erlebbar zu machen. Dazu nutzt der Regisseur nicht nur zahlreiche filmsprachliche Möglichkeiten, sondern arbeitet auch mit ausdruckstarken Bildern des Zürcher Künstlers Hannes Binder, der mehrere Werke Glausers illustriert hat. (Im Kino kult.kino camera 2) |
|  |
Habemus Papam |
 |
Nach zwei Jahren als Direktor des Turiner Filmfestivals meldet sich Nanni Moretti als Regisseur zurück. In seiner erstaunlich braven, dramatisch angehauchten Komödie zaudert ein frisch gewählter Papst (Michel Piccoli), sich der Aufgaben seines Amtes anzunehmen. Mit einer nahezu realistischen Inszenierung stellt Moretti nicht die Kritik am Glauben in den Mittelpunkt, sondern die menschliche Seite der Würdenträger. In Italien konnte der Film bereits über eine Million Besucher anlocken und auch einige Preise einheimsen. (Im Kino Ali-Kinocenter 1) |
|  |
Halt auf freier Strecke |
 |
Dass Andreas Dresen einer der klügsten und souveränsten Erzähler im deutschen Kino ist, wusste man schon lange. Dass er sich besonders gut auf die Arbeit mit einem improvisierenden Ensemble und leicht wackeliger Digitalkamera versteht, ist ebenfalls nichts Neues. Doch die Stilsicherheit und Intensität, mit der er sich nun dem vielleicht schwierigsten Filmthema (dem Tod) widmet, ohne Menschlichkeit und Emotionalität in Kitsch kippen zu lassen, beeindruckt noch mehr als alles, was er bislang auf die Leinwand brachte. (Im Kino kult.kino camera 1) |
|  |
Happy Feet 2 |
 |
Noch immer weiß George Miller erstklassige Animation, der auch 3D gut zu Gesicht steht, schwungvolle Musical-Einlagen und nicht zuletzt die unwiderstehliche Niedlichkeit kleiner Pinguine effektiv einzusetzen. Doch weil die Geschichte arg unentschlossen daherkommt, büßt die Fortsetzung ein wenig vom Charme ihres Oscar-prämierten Vorgängers ein. (Im Kino Pathé Küchlin 4) |
|  |
Hugo |
 |
Mit Hugo hat Martin Scorsese erstmals einen Film gedreht, den auch Kinder sehen dürfen. Faszinieren wird das visuell beindruckende 3D-Spektakel, in dem sich Scorseses Liebe zum Medium Film in jeder Einstellung manifestiert, aber eher das Kind im Erwachsenen als die junge Zielgruppe selbst. (Im Kino Pathé Küchlin 4) |
|  |
Hysteria |
 |
Es ist ein charmantes, wenn auch kurioses Kapitel der Technikgeschichte, das die Amerikanerin Tanya Wexler zum Gegenstand ihrer romantischen Komödie gemacht hat. Von spritzigen Dialogen und der soliden schauspielerischen Leistung seiner Darsteller (Hugh Dancy, Maggie Gyllenhaal) getragen, bietet der geschmackvoll ausstaffierte Kostümfilm über die Erfindung des Vibrators vor allem in der ersten Hälfte leichtfüssige Unterhaltung. Danach verheddert sich die Story nicht nur in ihren eigenen zahlreichen Erzählsträngen, sondern scheitert auch an der allzu oberflächlichen Geschichtsbetrachtung von Englands 19. Jahrhundert. (Im Kino Pathé Eldorado 2, Cineplex 4) |
|  |
Il conformista |
 |
Marcello Clerici (Jean-Louis Trintignant) ist ein geachteter Philosophie-Professor. 1937, im 15. Jahr des faschistischen Regimes in Italien, arbeitet er neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit als Agent für die Spionageorganisation OVRA. Im Auftrag der OVRA soll er in Paris Professor Quadri bespitzeln. Während der Reise - gleichzeitig die Hochzeitsreise für ihn und seine Verlobte Giulia - erfährt Marcello von einem anderen Agenten, dass Quadri beseitigt werden soll. Er erhält eine Waffe und zögert nicht, mit diesem staatlich erlaubten Mord das Verbrechen seiner Kindheit auszulöschen: Als 13-Jähriger hatte er einen Homosexuellen erschossen. - Regisseur Bernardo Bertolucci feierte mit diesem Drama seinen ersten grossen Erfolg. (Im Kino Stadtkino Basel 1) |
|  |
Intouchables |
 |
Driss (Omar Sy) wird von dem querschnittgelähmten Baron Philippe (François Cluzet) als Krankenpfleger angeheuert. Der Luftikus, geboren im Senegal und in einem Pariser Vorstadtquartier heimisch geworden, kommt frisch aus dem Knast, ist arbeitslos und hat sich eigentlich nur pro forma für den Job beworben. Doch das ist der Beginn einer wundersamen Freundschaft. - Feel-Good-Movie, das an Frankreichs Kinokassen alle Rekorde schlägt. (Im Kino kult.kino atelier 1, Pathé Küchlin 1 Ciné Deluxe, Pathé Plaza 1, rex 1, fricks monti 1, Sputnik 1, Cineplex 5, Union 1, Palace 1, Kinopalast im Rhein Center ) |
|  |
J. Edgar |
 |
Clint Eastwood beweist einmal mehr, weshalb er einer der führenden Regisseure Hollywoods ist. J. Edgar ist die sensible Charakterstudie eines Mannes, der viele noch immer geltende Reformen in das Rechtssystem der USA einführte, persönlich aber ein machthungriger Egoist war, der seine Position ständig missbrauchte. Das Biopic widersteht der Versuchung, aus Hoover einen Bösewicht zu machen oder die Gerüchte über seine Vorliebe für Frauenkleider auszuschlachten, und er beantwortet auch die Frage nicht schlüssig, ob er und sein Stellvertreter mehr als nur Arbeitskollegen waren. (Im Kino Pathé Eldorado 2) |
|  |
Jack and Jill |
 |
Jack (Adam Sandler) führt das perfekte Leben: Er ist erfolgreich in seinem Job, hat eine tolle Familie und eine liebevolle Frau. Doch seine Schwester Jill (Adam Sandler), die wie jedes Jahr ihren Thanksgiving-Besuch absolviert, stört die Idylle. Ihre nervige Art und ihre ewigen Extrawünsche treiben Jack in den Wahnsinn und stellen sein Leben innerhalb weniger Stunden total auf den Kopf. Um sie loszuwerden, will Jack sie verkuppeln. Erstaunlicherweise erweist sich Al Pacino als Mr. Right. Selbst für Sandler-Verhältnisse ein Film, der sehr, sehr tief stapelt - und dabei nicht einmal ein Mindestmaß an Niveau erreicht. (Im Kino Pathé Küchlin 2, Pathé Küchlin 2, Oris 1, Cineplex 3, Ali-Kinocenter 1, Kinopalast im Rhein Center ) |
|  |
Le gamin au vélo |
 |
Erstmals öffnen Jean-Pierre und Luc Dardenne ihr tristes belgisches Wohnsiedlungs-Milieu auch für eine Star-Schauspielerin wie Cécile de France. Zudem kommt zum Ende ihres neuen Films, der abermals im Cannes-Wettbewerb Premiere feierte, so viel Hoffnung zum Tragen wie selten. Doch davon abgesehen ist bei den Brüdern alles wie immer: die naturalistischen Bilder verströmen selten gesehene Authentizität, das enorm ernsthafte Kind in der Titelrolle beeindruckt zutiefst. Und überhaupt gelingt ihnen einmal mehr eine kluge, kleine Kino-Perle zum Nachdenken. (Im Kino kult.kino atelier 3) |
|  |
Le Havre |
 |
Aki Kaurismäki hat seine schräge, durchgestaltete Retro-Welt für seinen ersten Film seit fünf Jahren überraschend nach Frankreich verlegt. Die Übertragung klappt nicht nur bemerkenswert reibungslos, sondern scheint den Finnen sogar beflügelt zu haben. Mit mehr Farbe und Witz als je zuvor zaubert er jedenfalls eine charmante Geschichte auf die Leinwand, die mal wieder strotzt vor kuriosen Gestalten, Kleinod-Momenten und Edward Hopper-würdigen Bildern - und erzählt nebenbei nicht nur von Hoffnung in der Tristesse, sondern leistet sogar einen kleinen Beitrag zu aktuellen Flüchtlingsdebatten. (Im Kino kult.kino atelier 3) |
|  |
Les femmes du 6ème étage |
 |
Mit den bekannten Fabrice Luchini, Sandrine Kiberlain und Carmen Maura sowie einer Schar weniger bekannter Darstellerinnen präsentiert Schauspieler und Regisseur Philippe le Guay eine märchenhafte, sozialromantische Komödie, die er im Paris um 1960 ansiedelt. Ein Vermögensberater findet darin auf der Suche nach sexueller Erfüllung außerhalb seiner Ehe zu sich selbst und vielleicht zu einem neuen Leben. (Im Kino Kinopalast im Rhein Center ) |
|  |
Lion King |
 |
Obschon die nachträgliche Konvertierung in 3D vor allem in Nahaufnahmen noch wahrnehmbar ist, profitieren Szenen wie die Massenflucht der Gnu-Herde davon enorm. Hier sorgt der 3D-Effekt für ein nervöses Kribbeln in der Magengegend, das die Dramatik dieser Szene nur unterstreicht. Auch die Musical-Nummern wie "I Just Can't Wait To Be King" und deren kaleidoskopartige Bilder gewinnen dadurch an Intensität und Wirkung. Im grossen Ganzen macht die zusätzliche Dimension diesen populären Disney-Klassiker besser. (Im Kino Cineplex 3) |
|  |
Man on a Ledge |
 |
Ex-Cop Nick (Sam Worthington) bricht aus dem Gefängnis aus. Nur Stunden später steht er auf dem Sims eines Hochhauses und droht zu springen. Die Schaulustigen sammeln sich, die Polizei ist zugegen, und Detective Anderson (Elizabeth Banks) soll den scheinbar Lebensmüden überzeugen, wieder ins Haus zu kommen. Doch während Nick alle Aufmerksamkeit auf sich zieht, dirigiert er den Diebstahl jenes 30 Millionen Dollar teuren Diamanten, für dessen Raub er eingesperrt wurde. - Flott erzählter Thriller mit einem gut aufgelegten Ensemble. (Im Kino capitol 2, Pathé Küchlin 4, Pathé Küchlin 4, Cineplex 1, Kinopalast im Rhein Center ) |
|  |
Melancholia |
 |
Als einen "wunderschönen Film über das Ende der Welt" kündigte Lars von Trier seinen neuen Film an, was einem nach dem Schocker Antichrist durchaus Angst machen konnte. Doch die Betonung liegt dieses Mal tatsächlich auf wunderschön. Mit teilweise atemberaubenden Bildern (nicht zuletzt im Prolog), einem exzellenten Star-Ensemble unter der Führung von Kirsten Dunst sowie einem erneuten, auch autobiografisch bedingten Abarbeiten des Themas Depression ist von Trier abermals ein großer Film gelungen, der lange nachwirkt, und bestenfalls unter seiner arg strikten Teilung in zwei Kapitel leidet. (Im Kino kult.kino camera 2) |
|  |
Mission: Impossible - Ghost Protocol |
 |
Nach dem enttäuschenden dritten Teil hatten viele die Mission: Impossible-Reihe schon aufgegeben, doch Regisseur Brad Bird haucht ihr nun tatsächlich neues Leben ein. In seinem ersten Live-Action-Film nach den Animationshits Ratatouille und The Incredibles lockert er wesentlich mehr als seine Vorgänger die Action mit humoristischen Einlagen auf, was zwar ein wenig auf Kosten der Spannung geht, aber der Agenten-Franchise doch neuen Schwung verleiht. (Im Kino Pathé Küchlin 2, Pathé Küchlin 4) |
|  |
Nosferatu: Phantom der Nacht |
 |
Werner Herzog's Hommage an sein Vorbild F.W. Murnau und dessen Werk "Nosferatu, eine Symphonie des Grauens": Jonathan Harker (Bruno Ganz) verkauft einem mysteriösen Graf Dracula (Klaus Kinski) ein Haus in seinem Heimatort Wismar. Als eine unheimliche Fracht, in mehreren Särgen verpackt, im Haus eintrifft, wird Harker hellhörig. Schliesslich muss er erkennen, dass der Graf ein Vampir ist und es dieser auf seine schöne Frau Lucy (Isabelle Adjani) abgesehen hat. - Kahlgeschoren und weiss geschminkt überzeugt Klaus Kinski als gruseliger Graf Dracula. Eindrücklich auch die Musik im Film (Popol Vuh; Florian Fricke, Daniel Fichelser).
(Im Kino Stadtkino Basel 1) |
|  |
Pina |
 |
Über Jahre hinweg sprach Wim Wenders mit seiner guten Freundin Pina Bausch immer wieder über ein mögliches Filmprojekt, das einige ihre Arbeiten dauerhaft festhalten sollte. Erst die neuen 3D-Kameras schienen ihm gut genug, um das Tanztheater auch auf der Leinwand wirklich erfahrbar zu machen. Doch kaum waren im Sommer 2009 die ersten Probeaufnahmen gemacht, verstarb die grosse Choreographin völlig unerwartet. Aus einem Film mit und über Pina Bausch ist nun vor allem ein Film für sie geworden. (Im Kino kult.kino atelier 3) |
|  |
Poulet aux prunes |
 |
Mit ihrem zweiten Film versucht Marjane Satrapi einen Gegenentwurf zu ihrem düsteren Erstling Persepolis. Die märchenhafte Comic-Adaption um einen Geigenspieler (Mathieu Amalric), der zu sterben beschliesst, ist kein düsterer Trickfilm über Irans wechselhafte Geschichte, sondern eine bunte Liebesgeschichte, der als phantasievoller Realfilm daherkommt, der aber mit zahllosen verspielten Trickfilm-Elementen durchsetzt ist. (Im Kino kult.kino atelier 1) |
|  |
Puss in Boots |
 |
Vor Jahren wurde Puss (Stimme: Antonio Banderas) von seinem besten Freund Humpty Dumpty (Zach Galifianakis) verraten. Nun will dieser den rothaarigen Kater überreden, zusammen mit ihm und der Meisterdiebin Kitty Softpaws (Salma Hayek) die magischen Bohnen zu finden. Diese sind der Schlüssel zum Reich einer Gans, die goldene Eier legt. Zwar sind die Charaktere nicht sehr ausgewogen in die mediokre Story eingebettet worden, dafür stimmen aber der Witz und die technische Umsetzung des Shrek-Spin-Offs. (Im Kino Pathé Küchlin 4, Ali-Kinocenter 2, Kinopalast im Rhein Center ) |
|  |
Rashômon |
 |
Im Wald der Dämonen und Versuchung ("Rashomon") trifft ein Samurai (Takashi Shimura) mit seiner Frau (Machiko Kyô) auf einen Banditen (Toshiro Mifune). Sie geraten heftig aneinander. Der Samurai ist tot und die Frau wurde wahrscheinlich vergewaltigt. Drei Männer, die in an einem geschützten Ort auf trockenes Wetter warten, versuchen den Fall aufzuklären. Verschiedene Versionen des Gewaltverbrechens werden hypothetisch ausgemalt. - International preisgekrönter Film des japanischen Regisseurs Akira Kurosawa. In thematischer Komplexität hinterfragt er verschiedene Auffassungen von Wahrheit und Wirklichkeit.
(Im Kino Stadtkino Basel 1) |
|  |
Rubbeldiekatz |
 |
Ein arbeitloser deutsche Schauspiele (Matthias Schweighöfer) verkleidet sich als Frau, um bei einer großen Hollywood-Produktion in Berlin eine Hauptrolle zu ergattern. Der Plan geht auf, doch dann verliebt er sich in eine Kollegin (Alexandra Maria Lara), die in ihm nun ihre beste Freundin sieht. Detlev Buck liefert mit Rubbeldiekatz eine sehr humorvolle Komödie ab, bei der durch den Film-im-Film-Effekt zusätzlicher Spaß generiert wird. Wo sonst könnte man Switch-Star Max Giermann schon mal den Hitler zum Besten geben sehen? (Im Kino Pathé Eldorado 2, Union 2, Ali-Kinocenter 2) |
|  |
Sherlock Holmes: A Game of Shadows |
 |
Die Zeiten, in denen Sherlock Holmes bloß ein leicht angestaubter Literaturklassiker von Sir Arthur Conan Doyle war, sind vorbei. Längst ist der britische Meisterdetektiv auch als Comicfigur und Computerspiel-Protagonist zu haben. Vor allem aber wurde er dank Guy Ritchies Leinwand-Adaption zum waschechten Actionstar à la Hollywood. Deren Konventionen folgt auch das Sequel. (Im Kino Pathé Küchlin 6, Pathé Küchlin 6) |
|  |
Star Wars: Episode I - The Phantom Menace 3D |
 |
Vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Galaxie kämpften in einem spektakulären Krieg die guten gegen die bösen Ritter der Macht. Doch worum ging es dabei eigentlich? Woher kommt der ganze Hass und was zum Kuckuck ist diese Macht überhaupt? Jetzt, nach gut zwei Jahrzehnten, greift Filmemacher George Lucas wieder nach den Sternen und liefert ein paar Antworten. (Im Kino rex 1) |
|  |
The Artist |
 |
Schwarz-weisse Bilder im Format 4:3 und Zwischentitel treten in diesem Film an die Stelle der Farben, des Breitbildes und des Dialogs. Mit anachronistischen Mitteln erzählt der französische Regisseur Michel Hazanavicius im komödiantischen Stil die Geschichte eines Stummfilmstars, der sich in eine junge Komparsin verliebt, die mit dem Aufkommen des Tonfilms die Karrierenleiter hinaufklettert und ihm seinen Platz an der Sonne streitig macht - und zitiert dabei ungeniert die halbe Filmgeschichte. (Im Kino kult.kino atelier 1, Pathé Eldorado 1, studio central 1, Marabu 1, Sputnik 1) |
|  |
The Descendants |
 |
Alexander Payne (Sideways, About Schmidt) nimmt sich in seinen Filmen stets des Mannes in der Krise an. In seinem jüngsten Wurf kämpft George Clooney in einer für ihn untypischen Rolle als Familienvater an allen Fronten und liefert als ahnungsloser Vater und gehörnter Ehemann eine der nuanciertesten Performances seiner Karriere ab. (Im Kino kult.kino club 1, Pathé Küchlin 3, Pathé Küchlin 3, studio central 1, Cineplex 1) |
|  |
The Girl with the Dragon Tattoo |
 |
Verglichen mit der schwedischen Verfilmung des Bestsellers von Stieg Larsson ist David Finchers US-Version ohne Frage der bessere Film, was sich in erster Linie dem Regisseur und seinem Händchen für dichte Geschichten und mitunter widerspenstige Figuren verdankt. Weder er noch seine famose Hauptdarstellerin Rooney Mara können allerdings verhindern, dass all diejenigen die Spannung vermissen werden, die Niels Arden Oplevs Film von 2009 bereits gesehen haben. (Im Kino capitol 2, Pathé Küchlin 8, Pathé Küchlin 8, Union 1, Ali-Kinocenter 2, Kinopalast im Rhein Center ) |
|  |
The Muppets |
 |
Er lässt die Puppen wieder tanzen: Über ein Jahrzehnt nach dem letzten und wenig erfolgreichen Abenteuer der Muppets haucht Drehbuchautor und Hauptdarsteller Jason Segel der angestaubten Franchise neues Leben auf der Leinwand ein. - Eine charmante und schwungvolle Hymne auf Kermit & Co., die Kindern und Erwachsenen gleichsam ans Herz gehen dürfte. (Im Kino Pathé Küchlin 5, Pathé Plaza 1, fricks monti 1, Oris 1, Cineplex 1, Kinopalast im Rhein Center ) |
|  |
The Substance: Albert Hofmann's LSD |
 |
Martin Wirz kann nach Dutti, der Riese einen weiteren Dokumentarfilm vorlegen, der eine Schweizer "Erfindung" ins Zentrum stellt: Die janusgesichtige Psychodroge LSD wurde in einem Schweizer Labor entdeckt, und ihre wechselhafte Geschichte zeichnet Martin Wirz in seiner präzisen Dokumentation nach. Das aufschlussreiche und unterhaltsame Archivmaterial lockert die konventionelle Form seines Werks auf. (Im Kino kult.kino club 1) |
|  |
Tinker, Tailor, Soldier, Spy |
 |
So zurückgenommen, spröde und sich aufs Andeutungshafte verlassend bringt der Schwede Tomas Alfredson in seiner ersten englischsprachigen Arbeit den gleichnamigen John Le Carré-Roman auf die Leinwand, dass man es niemandem verübeln kann, wenn er den Film langweilig findet. Wer sich allerdings auf ihn einlässt, entdeckt neben einer beeindruckenden Ausstattung und erstklassigen Darstellern eine komplexe Geschichte über Einsamkeit, Schuld und Misstrauen in der kleinteiligen Geheimdienstbürokratie. (Im Kino capitol 1, Pathé Küchlin 5, Cineplex 2) |
|  |
Tystnaden - Das Schweigen |
 |
Zwei Schwestern und der Sohn der einen landen in einer fremden Stadt, in der sie mit den Bewohnern nicht kommunizieren können, weil sie deren Sprache nicht verstehen. Und auch die Frauen reden nicht wirklich miteinander - die ältere begehrt die Jüngere, die wiederum lässt sich zu Strafe mit einem Fremden in ein sexuelles Abenteuer ein. (Im Kino Landkino 1) |
|  |
Underworld: Awakening |
 |
Nach jahrelangem Gefrierschlaf in einem Forschungslabor, kann Vampir-Kriegerin Selene (Kate Beckinsale) endlich entkommen und erfährt, dass sie inzwischen Mutter eines 12-jährigen Mädchens ist, das als Vampir-Lykaner-Hybrid geboren wurde. Eine Hetzjagd auf das aussergewöhnliche Kind beginnt. Blutiger und bleihaltiger Aufguss der Underworld-Reihe, dessen Gehaltlosigkeit jedoch selbst Fans des Vampir vs. Werwolf-Mythos enttäuschen dürfte. (Im Kino Pathé Küchlin 7, Cineplex 4, Kinopalast im Rhein Center ) |
|  |
Ursula - Leben in Anderswo |
 |
Sie kam 1951 taub und blind zur Welt: Ursula Bodmer hatte eigentlich keine Chance auf ein normales, auf ein längeres Leben. Ursula oder das unwerte Leben heisst ein Film über das 15-jährige Mädchen, den Reni Mertens und Walter Marti 1966 drehten. Rolf Lyssy ist den Spuren der taubblinden, geistig behinderten Ursula 45 Jahre danach gefolgt - zusammen mit Anita Utzinger, die das Mädchen, das nun 60 Jahre alt ist, in ihrer Obhut hat. Lyssy hat der Fürsorgerin und ihrem Schützling und den Menschen mit solchen Behinderungen überhaupt ein einfühlsames berührendes Porträt gewidmet. (Im Kino kult.kino club 1, Sputnik 1) |
|  |
Wenn die Kraniche ziehen |
 |
Das junge, russische Paar Boris und Veronika plant die Hochzeit. Als dann die Nationalsozialisten in die Sowjetunion einmarschieren, wird Boris an die Front geschickt - er hatte sich zuvor freiwillig gemeldet.
Veronika durchlebt eine harte Zeit, kann von Boris nicht loslassen und wartet auch nach Kriegsende geduldig am Bahnhof auf die Rückkehrenden. Boris wird aber nie auftauchen.
Das Drama vom früheren Dokumentarfilmer Michail Kalatosow wurde 1958 in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet. (Im Kino Stadtkino Basel 1) |
|  |

Top
Druckversion
Seite per Email versenden
Seite als Hotlink speichern
 |
|



|