Filmarchiv

Arthur-Cohn-Festival

Vielfältiges Schaffen

Vom 18. Juli bis zum 14. August werden in Basel acht Filme des erfolgreichen Basler Produzenten zu sehen sein.

Von Karin Müller

Die Filme «Black And White In Color» und «Dangerous Moves» stehen am Anfang des Programms, das ein Wiedersehen mit einigen der bekanntesten Produktionen von Arthur Cohn bringt.
Das von Jean-Jacques Annaud inszenierte Drama «Black And White In Color» (1977) gewann einen Oscar als bester ausländischer Film. Französische Kolonisten wollen die lokale Bevölkerung zu Soldaten ausbilden, um benachbarte Deutsche zu bekämpfen.
Im Thriller «Dangerous Moves» mit Michel Piccoli und Liv Ullmann wird ein Schachspiel zum Spiegel des Kalten Krieges. Auch dieser Film wurde mit einem Oscar ausgezeichnet.
Bei dreien der Filme, die gezeigt werden, führte Vittorio De Sica Regie. «Die Gärten der Finzi Contini» von 1970 ist wohl die bekannteste Produktion von Arthur Cohn. Mit dieser Romanverfilmung legte De Sica vier Jahre vor seinem Tod ein beeindruckendes Alterswerk vor, das ihm den dritten Oscar einbrachte. In das idyllische Leben einer angesehenen und wohlhabenden jüdischen Familie in Ferrara in den späten Dreissigerjahren bricht die politische Realität.
In «Woman Times Seven» aus dem Jahr 1967 erzählt De Sica sieben unterhaltsame kleine Geschichten rund um den Ehebruch. Die Frauen in allen Episoden werden von Shirley MacLaine gespielt. Neben «Una breve vacanza», ebenfalls von Vittorio De Sica, sind weiter «Two Bits» und «One Day In September» zu sehen.
In «Two Bits» (1995) übernahm Al Pacino die Hauptrolle. Ein 12-jähriger Junge wird zum Sendboten seines Grossvaters, der noch eine Rechnung mit einer Frau offen hat. Im beklemmenden Dokumentarfilm «One Day In September» werden die Ereignisse um die Geiselnahme israelischer Athleten durch palästinensische Terroristen an der Olympiade 1972 in München beleuchtet.
Den Abschluss dieser Hommage an den mehrfachen Oscargewinner Arthur Cohn, dessen neuste Produktion «Behind the Sun» am 25. Juli das Open-Air-Festival auf dem Münsterplatz eröffnen wird, bildet «Central Station». Bei beiden Filmen arbeitete Cohn mit dem brasilianischen Regisseur Walter Salles zusammen. «Central Station» schildert die Freundschaft zwischen einem Jungen und einer ältere Frau. Auf der Suche nach dem Vater des Jungen reisen die beiden durch das brasilianische Hinterland.

© Karin Müller. Sämtliche Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
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