Filmarchiv

Evolution

Schleimige Aliens, fliegende Dinos

Eine Komödie über mutierende Ausserirdische des "Ghostbuster"-Machers Ivan Reitman

Von Felicitas Graf

"Evolution" ist der neue Film des "Ghostbuster"-Produzenten Ivan Reitman, und seinen aufgedunsenen Ausserirdischen sieht man das auch an. Gleichzeitig bedient sich "Evolution" mit Ideen und Bildern aus den Vorgängern "Aliens", "Jurassic Park", "The Nutty Professor", "ET", "Independence Day" und sogar "The Wizard of Oz".

Die Geschichte beginnt damit, dass ein Feuerwehrmann in spe (Seann William Scott) als Übung eine Gummipuppe aus einer brennenden Holzhütte befreien will, als ein Meteorit einschlägt und sein Auto in einen Schrotthaufen verwandelt. Die ersten Wissenschaftler zur Stelle sind Dr. Ira Kane (David Duchovny) und sein Freund und Kollege Harry Block (Orlando Jones), beide Dozenten am College des nahen Provinzkaffs mit Aspiration zu Höherem.

Als Harry den Stein ankratzt, um eine Probe zu entnehmen, tritt eine schleimig-schmierige Flüssigkeit aus, in der sich, wie sich unterm Mikroskop bald zeigt, Einzeller zu Tausenden tummeln. Bei ihrem zweiten Besuch in der Höhle des Meteoriten wuchern bereits exotische Pflanzen, kriechen eklige Würmer umher, die sich offensichtlich aus dem Urschleim des Steins entwickelt haben. Denn die ausserirdischen Einzeller haben die erstaunliche Fähigkeit, sich in wenigen Stunden in das zu verwandeln, wonach die Filmemacher gelüstet: In fliegende Dinosaurier, bösartige Reptilien, traurig blickende ETs oder schleimige "Aliens". Es ist Zeit für die Armee, geführt von Dr. Woodman (Ted Levine) und seiner Assistentin Allison Reed (Julianne Moore).

Alles in allem ist "Evolution" eine passabel witzige Komödie, auch wenn der Witz bevorzugt durch Fäkalien und die dazu gehörenden Körperteile erzeugt wird. Dafür zeigt "X-File"-Agent David Duchovny, dass er auch noch anderes kann, als bloss besorgt Mysteriöses zu schauen. Und für Julianne Moore war es wohl zwischen ihren Studiofilmen mal wieder Zeit für einen sicheren Kassenschlager, "Hannibal" ist doch auch schon wieder ein Weilchen her.

Regie Ivan Reitman
Buch David Diamond, David Weissman, Don Jakoby
Kamera Michael Chapman
Musik John Powell
Produktion USA 2001
Dauer 101 Min.
Genre SciFi/Komödie

© Karin Müller. Sämtliche Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
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