Filmarchiv

Addicted to Love

Von Patrick Bürgler

Sie hat's schon als Sally mit Billy Crystal gemacht, auch mit dem schlaflosen Tom Hanks und jetzt halt mit dem pausbäckigen Matthew Broderick. Meg Ryan verliebt sich mal wieder in New York. Aber das ist eigentlich der Schluss des Films, den man dennoch getrost verraten darf. Überraschend kommt es keineswegs, wenn sich die beiden nach 100 Minuten in den Armen liegen.

Sam (Matthew Broderick), ein astronomisches Landei, verschlägt es nach New York, weil er seine Ex-Freundin (Kelly Preston) überzeugen will, dass sie zu ihm zurückkehren soll. Dort trifft er Maggie (Meg Ryan), die wilde Grossstadtkatze, der ihr Ex-Freund (Tcheky Karyo) zwar gestohlen bleiben kann, sie will ihn aber leiden sehen, weil er sie verlassen hat. Dieser Ex-Freund hat sich inzwischen Sams Ex-Freundin angelacht.

Gemeinsam machen sich Sam und Maggie daran, die Romanze ihrer Ex' zu zerstören. Sie nisten sich in einer Abbruchbude gegenüber der Nobelwohnung ihrer Verflossenen ein und starten zur Rund-um-die-Uhr-Bewachung mit ältester und neuester Technologie. Auf Schritt und Tritt bekommen sie mit, was gegenüber läuft. Die Bespitzelung wird zur interaktiven Soap-Opera, denn Sam und Maggie versuchen mit allerlei fiesen Tricks Zwietracht zwischen den Verliebten zu säen und können die (Miss-) Erfolge ihrer Interventionen gleich live miterleben.

Am Schluss kommt dann alles anders, als man denkt... behauptet der Pressetext zum Film. Wer allerdings nicht gleich bei der ersten Begegnung von Sam und Maggie erkennt, dass sich hier zwei fürs Leben (oder zumindest für einen Lebensabschnitt) gefunden haben, hat noch nie eine amerikanische Liebeskomödie gesehen.

Dass die Story ziemlich durchsichtig gestrickt ist, stört allerdings weniger. Immerhin ist die Geschichte mit einigen amüsanten Irrungen und Wirrungen durchzogen, die durchaus als witzig gelten können. Was allerdings das Landei und die Grossstadtkatze gegenseitig so anzieht, bleibt dagegen bis zum Schluss nicht so nachvollziehbar. Aber was soll's: Das ist New York, da muss man sich offensichtlich einfach verlieben, vor allem wenn man Meg Ryan heisst.

Regie Griffin Dunne
Buch Robert Gordon
Kamera Andrew Dunn
Musik Rachel Portmann
Produktion USA 1997
Dauer 100 Min.
Genre Romance / Komödie

© Karin Müller. Sämtliche Texte und Bilder sind urheberrechtlich geschützt.
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